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Definition: Scharfe Kante

Die „Scharfe Kante“ ist mit eine der Hauptursachen für Schäden an Anschlagmitteln und somit eine häufige Unfallursache. Die meisten Beschädigungen an scharfen oder rauen Kanten entstehen durch die Bewegung der Last quer zum Anschlagmittel. Im schlimmsten Fall, wenn die Kante „scharf“ ist, kann das Anschlagmittel durchgetrennt werden.

Was ist eine scharfe Kante?

Eine scharfe Kante liegt bereits vor, wenn der Kantenradius „r“ kleiner als die Materialstärke „d“ des Anschlagmittels ist. Ist der Kantenradius unter 2 mm, spricht man sogar von einer „superscharfen Kante“.

Die unterschiedlichen Fälle einer scharfen Kante:

Scharfe Kante: Kantenradius

Ist der Kantenradius „r“ kleiner als die Dicke des Hebebandes/der Rundschlinge „d“, gilt die Kante als „scharf“. Seitliche Bewegungen oder Flächenpressung können ausreichen, um das Anschlagmittel zu durchtrennen.

Scharfe Kante: Kantenwinkel

Neben den lasten mit rechtwinkligen Kanten gibt es Transportgüter mit abweichender Geometrie. Darunter fallen Lasten mit überstehendem Grat und mit spitzer oder gezackter Außenkontur, wie Zahnräder, Turbinenschaufeln etc. Diese Kanten sind mit der üblichen Regel nicht erfassbar.

Scharfe Kante: Kantenform

Die Form und die Oberfläche der Kante haben erhebliche Auswirkungen auf die Haltbarkeit des Anschlagmittels. Sehr raue Oberflächen, wie beispielsweise die eines Betonfertigteils, können das textile Hebeband oder Drahtseil schnell beschädigen.

Die 10 Gebote zur „Scharfen Kante“ für Hebebänder und Rundschlingen

  1. Scharfkantige Lasten nicht ohne vorherige Schulung heben!
  2. Den Hebevorgang mithilfe von Konstruktionsunterlagen sorgfältig planen!
  3. Die Betriebsanleitung für die textilen Anschlagmittel vor dem Hebevorgang lesen!
  4. Falls der Radius der Kante nicht bekannt ist, muss dieser mithilfe von Messwerkzeugen ermittelt werden!
  5. Die eingesetzten Anschlagmittel müssen immer vor der scharfen Kante geschützt werden!
  6. Kantenradien, die kleiner als 1 mm sind, nie ohne vorherige Fachberatung heben. Gehen Sie kein Risiko ein und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.
  7. Verwendung von beschichteten Hebebändern im Schnürgang nur mit Beschlagteilen!
  8. Nutzung der biegeweichen NoCut sleeve und pad bei Umlenkungen und engen Durchlässen!
  9. Schutzschläuche zum Ausgleichen des Anschlagmittels beim Hebevorgang scharfkantiger Lasten nutzen!
  10. Eine Relativbewegung zwischen Last und Schnittschutz ist unzulässig! Gehen Sie kein Risiko ein und vereinbaren Sie einen Beratungstermin!