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Lexikon

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A

Ablegereife

Kriterien, die festlegen, wann ein Produkt nicht weiter verwendet werden darf.

Ausgleichswippe

Ist Teil eines Anschlaggehänges und sorgt dafür, dass unterschiedliche Belastungen der einzelnen Stränge innerhalb eines Gehänges ausgeglichen werden. Bei einem 4-Stranggehänge können bei Einsatz einer Ausgleichswippe alle vier Stränge als tragend angesehen werden.

B

Belastungsprüfung

Überprüfung der Belastbarkeit eines Anschlag- oder Lastaufnahmemittels auf die Nennfestigkeit oder Tragfähigkeit. In der Regel mit ca. 50 % Überlast der ausgewiesenen, zulässigen Tragfähigkeit.

Bruchkraft

Die Kraft, die benötigt wird, um einen Prüfkörper zu brechen oder zu zerreißen.

D

Drallarm

Spezielle Bearbeitung eines Drahtseil beim Verseilprozess. Es ist drall- oder spannungsarm, wenn seine Litzen und Drähte nach dem Entfernen der Abbindung nicht oder nur wenig aus dem Seilverband treten.

Drallfänger

Drehwirbel mit Gleit- oder Kugellager, der unter Zugkraft und schweren Lasten drehbar ist.

Drehungsarm

Drahtseil, das sich unter Einwirkung einer auf die Seillängsachse wirkenden, ungeführten Last nur wenig um die Längsachse dreht.

Drehungsfrei

Drahtseil, das sich unter Einwirkung einer auf die Seillängsachse wirkenden, ungeführten Last nicht um die Längsachse dreht.

Dyneema

Ist die Warenmarke eines niederländischen Chemiekonzernes für Chemiefasern auf Basis von Polyethylen mit sehr hohen Zugfestigkeiten. Diese Chemiefasern finden in der Hebetechnik Anwendung bei der Produktion von Faserseilen und Rundschlingen.

E

Einscherung

Damit ist sowohl der Vorgang als auch die Art und Weise bezeichnet, ein Seil in Rollenblöcke einzufädeln.

Einschnürung

Austreten der Seillitzen aus dem Seilverband. Bei solchen Schäden muss das Anschlagseil der weiteren Verwendung entzogen werden.

F

Flämisches Auge

Spezielle Form, ein Anschlagseil mit einer Schlaufe oder Kausche zu verspleißen und zu verpressen. Die Verwendung findet überwiegend in Warm- oder Heißbetrieben statt.

Füllfaktor

Das Verhältnis des metallischen Seilquerschnitts zum Flächeninhalt seines Umkreises.

G

Gebändselt

Glatt abgeschnittenes Drahtseil, dessen Seilende mit einem dünnen Seil abgebunden ist.

Gleichschlag

Bezeichnet die Windungsrichtung der Außenlitzen eines Litzenseils. Beim Gleichschlag haben die Drähte in den Litzen und die Litzen im Seil die gleiche Drehrichtung.

I

IKARUS

RFID-basierte Prüf- und Verwaltungssoftware, die die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen ermöglicht und die Verwaltung und Organisation von Daten erleichtert.

K

Kabelschlag-Anschlagseil

Diese bestehen aus Rundlitzenseilen, die nochmals um eine Einlage verseilt sind. Kabelschlagseile sind dreifach verseilt: Die Stahldrähte werden zu Litzen verseilt, die Litzen zum Seil und schließlich die Seile zum Kabelschlagseil.

Kausche

Eine aus Metall oder Kunststoff gefertigte Verstärkung eines Drahtseil- oder Tauwerk-Auges.

Klanke, Drahtseil

Ist eine Kombination aus Verdrehung und Knick . Entsteht häufig bei der Montage eines Drahtseil, wenn sich das Seil beim Abrollen in eine Schlaufe legt und die Schlaufe zusammengezogen wird bis zu einem Knick. Ähnlich wie bei einem Gartenschlauch, bei dem dann am anderen Ende kein Wasser mehr ankommt.

Knoten

Verbindungsart für Tauwerk. Beschädigung des Drahtseil, die zur Ablegereife führt.

Korbbildung

Gelockerte Außenlitzen eines Drahtseils, die sich beim Lauf über Seilrollen zu einem Korb aufschieben. Ursachen können hier zu enge Seilrillen oder zu großer seitlicher Ablenkwinkel sein. Aber auch die nicht richtige Dimensionierung der Stahlseilseele im Verhältnis zum Drahtseildurchmesser können hier die Ursache sein.

Korkenzieher

Diese bilden sich an Drahtseilen, wenn sie sich an Konstruktionsteilen reiben oder durch zu enge Seilrollen gezogen werden.

Kreuzschlag

Schlagart, bei dem sich die Drähte entgegen der Drehrichtung der Litze winden.

Kurzspleiß

Der Kurzspleiß ist eine bruchfeste, dauerhafte, nicht lösbare Verbindung zum Herstellen von endlosen Faserseilen. An der Spleißstelle tritt eine Verdickung durch den Spleiß auf.

L

Langspleiß

Der Langspleiß ist eine bruchfeste, dauerhafte, nicht lösbare Verbindung zum Herstellen von endlosen Faser- oder Drahtseilen. An der Spleißstelle tritt keine Verdickung durch den Spleiß auf, so dass solche endlosen Seile auch als Antriebsseil (z.B. bei Seilbahnen) eingesetzt werden.

Litze

Die Litze besteht aus schraubenförmig gedrehten Drähten, die um einen Kerndraht geschlagen sind.

M

Mindestbruchkraft

Ist das Produkt aus rechnerischer Bruchkraft und Verseilfaktor. Sie ist der kleinste zulässige Wert der wirklichen Bruchkraft.

N

Nennfestigkeit

Ist die Zugfestigkeit des Einzeldrahtes ausgedrückt in N/mm². Sie ist eine Rechengröße für die Bruchkraftbestimmung eines Seils.

P

Pressklemme

Wird zur Herstellung von nicht lösbaren Drahtseilendverbindungen benötigt. Meist ein Flachovalrohr aus einer Aluminium-Knetlegierung gemäß EN 13411-3. Aber auch aus unlegiertem Kohlenstoffstahl zur Herstellung eines Flämischen Auge.

R

RFID-Technik

Bezeichnet eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten mit Radiowellen.

Rissprüfung

Bezeichnet verschiedene Verfahren, mit denen Risse an sicherheitsrelevanten Bauteilen erkennbar gemacht werden. Ein Beispiel ist das Fluxen (elektromagnetische Rissprüfung) zur Prüfung von Anschlagketten.

S

Scharfe Kante

Liegt dann vor, wenn der Kantenradius der Anschlagkante, an dem ein Anschlagmittel anliegt, kleiner ist als die Materialstärke des Anschlagmittels. Bei einer scharfen Kante muss ein zusätzlicher, geeigneter Kantenschutz verwendet werden.

Schlagart

Darunter versteht man die Schlagrichtung des Seils. Man unterscheidet Kreuzschlag und Gleichschlag. Bei einem Kreuzschlagseil ist die Drehrichtung des Einzeldrahtes innerhalb einer Litze entgegengesetzt zur Drehrichtung der Litze innerhalb des Drahtseilverband. Bei einem Gleichschlagseil ist die Drehrichtung des Einzeldrahtes sowie die Drehrichtung der Litze innerhalb des Seilverbandes gleich.

Schlagrichtung

Darunter versteht man die Steigung (Drehrichtung) der Helix von Außenlitzen. Diese können entweder rechtsgängig, Kurzzeichen Z, oder linksgängig, Kurzzeichen S, sein

Seileinlage

Je nach Seilkonstruktion werden für die Seileinlage verschiedene Materialien mit variierendem Aufbau verwenden, z.B. Fasereinlage, Stahleinlage, Stahlseileinlage, kunststofummantelte Stahleinlage.

Seilrille

Seiltrommeln sind zur Führung des Seils mit Rillen ausgestattet. Die Größe des Seils muss auf die Rillengröße abgestimmt sein. Es besteht sonst die Gefahr der Beschädigung des Seils.

Spleiß

Eine bruchfeste, dauerhafte, nicht lösbare Verbindung von Tauwerk und Drahtseilen durch Verflechten.

T

Transponder

Passiver Microchip mit Antenne. Ein Transponder verfügt über einen mindestens einmal beschreibbaren Speicher und enthält seine einzigartige Identifikationsnummer (UID).

V

Verdichtung

Dabei werden die Oberflächen von Drahtseilen so bearbeitet, dass die Berührungslinien der Einzeldrähte flächiger werden, so dass die Auflage- und Berührungsfläche vergrößert werden. Verdichtete Seile haben eine wesentlich höhere Bruchkraft als vergleichbare nicht verdichtete Seile.

Verseilfaktor

Erfahrungswert, der den Verseilverlust, Differenz zwischen ermittelter und wirklicher Bruchkraft, berücksichtigt.