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Lexikon

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A

Ablegereife

Kriterien, die festlegen, wann ein Produkt nicht weiter verwendet werden darf.

Abnahmeprüfzeugnis „3.1"

Bescheinigung, herausgegeben vom Hersteller, in der er bestätigt, dass die gelieferten Erzeugnisse die in der Bestellung festgelegten Anforderungen erfüllen, mit Angabe der Prüfergebnisse.  Der von der Fertigungsabteilung unabhängige Abnahmebeauftragte des Herstellers bestätigt auf  der Grundlage spezifischer Prüfungen die Prüfergebnisse (EN10204:2005-01).

Abnahmeprüfzeugnis „3.2

Bescheinigung, einer unabhängigen dritten Partei, dass die gelieferten Erzeugnisse den Anforderungen der Bestellung entsprechen, mit Angabe von Prüfergebnissen spezifischer Prüfungen. z.B. Abnahmen von Llyods, DNV, TÜV, ABS, Dekra etc. (EN10204:2005-01).

Anschlagkette

Anordnung, bestehend aus Rundstahlkette oder Rundstahlketten, verbunden mit Aufhänge- und Anschlagteilen, um Lasten in den Lasthaken eines Kranes oder einer anderen Hebevorrichtung einhängen zu können (EN818-4:2008-12).

Aufhängegarnitur

Anordnung, bestehend aus einem Aufhängeglied mit zwei Zwischengliedern (EN818-4:2008-12).

Ausgleichswippe

Ist Teil eines Anschlaggehänges und sorgt dafür, dass unterschiedliche Belastungen der einzelnen Stränge innerhalb eines Gehänges ausgeglichen werden. Bei einem 4-Stranggehänge können bei Einsatz einer Ausgleichswippe alle vier Stränge als tragend angesehen werden.

B

Belastungsprüfung

Überprüfung der Belastbarkeit eines Anschlag- oder Lastaufnahmemittels auf die Nennfestigkeit oder Tragfähigkeit. In der Regel mit ca. 50 % Überlast der ausgewiesenen, zulässigen Tragfähigkeit.

Bruchkraft

Die Kraft, die benötigt wird, um einen Prüfkörper zu brechen oder zu zerreißen.

D

Drahtseil-Grummet

Endlos gelegtes Anschlagseil aus einer durchgehenden Litze, die so gelegt wird, dass sie einen Seilverband aus sechs Litzen um eine Litzeneinlage bildet (EN13414-3:2009-04).

Drallarm

Spezielle Bearbeitung eines Drahtseils beim Verseilprozess. Es ist drall- oder spannungsarm, wenn seine Litzen und Drähte nach dem Entfernen der Abbindung nicht oder nur wenig aus dem Seilverband treten.

Drallfänger

Drehwirbel mit Gleit- oder Kugellager, der unter Zugkraft und schweren Lasten drehbar ist.

Drehungsarm

Drahtseil, das sich unter Einwirkung einer auf die Seillängsachse wirkenden, ungeführten Last nur wenig um die Längsachse dreht.

Drehungsfrei

Drahtseil, das sich unter Einwirkung einer auf die Seillängsachse wirkenden, ungeführten Last nicht um die Längsachse dreht.

Dyneema

Ist die Warenmarke eines niederländischen Chemiekonzernes für Chemiefasern auf Basis von Polyethylen mit sehr hohen Zugfestigkeiten. Diese Chemiefasern finden in der Hebetechnik Anwendung bei der Produktion von Faserseilen und Rundschlingen.

E

Einscherung

Damit ist sowohl der Vorgang als auch die Art und Weise bezeichnet, ein Seil in Rollenblöcke einzufädeln.

Einschnürung

Austreten der Seillitzen aus dem Seilverband. Bei solchen Schäden muss das Anschlagseil der weiteren Verwendung entzogen werden.

F

Fasereinlage (FC)

Einlage aus Naturfasern (NFC) oder Synthetikfasern (SFC) (EN12385-2:2008-06).

Filler

Parallel geschlagene Litzenkonstruktion mit einer Außenlage aus der doppelten Anzahl von Drähten wie in der Innenlage und mit Fülldrähten in den Zwischenräumen zwischen den Lagen (EN12385-2:2008-06).

Flämisches Auge

Spezielle Form, ein Anschlagseil mit einer Schlaufe oder Kausche zu verspleißen und zu verpressen. Die Verwendung findet überwiegend in Warm- oder Heißbetrieben statt.

Flämisches Auge als verpresste Seilschlaufe

Flämisches Auge am Seilende, das durch eine Pressklemme gesichert wird, wobei diese auf das Seil und auf die Enden der Litzen, die die Schlaufe bilden, aufgepresst wird (EN13411-3:2011-04).

Füllfaktor

Das Verhältnis des metallischen Seilquerschnitts zum Flächeninhalt seines Umkreises.

G

Gebändselt

Glatt abgeschnittenes Drahtseil, dessen Seilende mit einem dünnen Seil abgebunden ist.

Gespleißte Seilschlaufe (handgespleißt)

Auge oder Schlaufe am Ende eines Seiles, hergestellt durch Einstecken der Litzenenden zurück in das Seil (EN13411-2:2009-02)

Gleichschlag

Bezeichnet die Windungsrichtung der Außenlitzen eines Litzenseils. Beim Gleichschlag haben die Drähte in den Litzen und die Litzen im Seil die gleiche Drehrichtung.

I

IKARUS

RFID-basierte Prüf- und Verwaltungssoftware, die die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen ermöglicht und die Verwaltung und Organisation von Daten erleichtert.

K

Kabelschlag-Anschlagseil

Diese bestehen aus Rundlitzenseilen, die nochmals um eine Einlage verseilt sind. Kabelschlagseile sind dreifach verseilt: Die Stahldrähte werden zu Litzen verseilt, die Litzen zum Seil und schließlich die Seile zum Kabelschlagseil.

Kabelschlag-Anschlagseil

Anschlagseil, hergestellt aus einem Drahtseil, das aus sechs Drahtseilen (Schenkeln) besteht, die als Außenläge um eine Seileinlage gelegt werden, mit Seilendverbindungen an jedem Ende, die üblicherweise als gespleißte Schlaufe ausgeführt sind (EN13414-3:2009-04).

Kabelschlagseil-Grummet

Endlos gelegtes Anschlagseil aus einem oder zwei durchgehenden Seilen, die so gelegt werden, dass sie einen Verband aus sechs Seilen um eine Seileinlage bilden (EN13414-3:2009-04).

Kausche

Eine aus Metall oder Kunststoff gefertigte Verstärkung eines Drahtseil- oder Tauwerk-Auges.

Klanke, Drahtseil

Ist eine Kombination aus Verdrehung und Knick. Entsteht häufig bei der Montage eines Drahtseils, wenn sich das Seil beim Abrollen in eine Schlaufe legt und die Schlaufe zusammengezogen wird bis zu einem Knick. Ähnlich wie bei einem Gartenschlauch, bei dem dann am anderen Ende kein Wasser mehr ankommt.

Knoten

Verbindungsart für Tauwerk. Beschädigung des Drahtseils, die zur Ablegereife führt.

Korbbildung

Gelockerte Außenlitzen eines Drahtseils, die sich beim Lauf über Seilrollen zu einem Korb aufschieben. Ursachen können hier zu enge Seilrillen oder ein zu großer seitlicher Ablenkwinkel sein. Aber auch die nicht richtige Dimensionierung der Stahlseilseele im Verhältnis zum Drahtseildurchmesser können hier die Ursache sein.

Korkenzieher

Diese bilden sich an Drahtseilen, wenn sie sich an Konstruktionsteilen reiben oder durch zu enge Seilrollen gezogen werden.

Kreuzschlag

Schlagart, bei der sich die Drähte entgegen der Drehrichtung der Litze winden.

Kreuzverseilung (M)

Litze, die mehr als eine Drahtlage enthält, bei der die Drähte in der gleichen Richtung verseilt werden, wobei sich die Drähte von übereinanderliegenden Drahtlagen kreuzen und eine punktförmige Berührung entsteht (EN12385-2:2008-06).

Kurzspleiß

Der Kurzspleiß ist eine bruchfeste, dauerhafte, nicht lösbare Verbindung zum Herstellen von endlosen Faserseilen. An der Spleißstelle tritt eine Verdickung durch den Spleiß auf.

L

Langspleiß

Der Langspleiß ist eine bruchfeste, dauerhafte, nicht lösbare Verbindung zum Herstellen von endlosen Faser- oder Drahtseilen. An der Spleißstelle tritt keine Verdickung durch den Spleiß auf, so dass solche endlosen Seile auch als Antriebsseil (z.B. bei Seilbahnen) eingesetzt werden.

Litze

Die Litze besteht aus schraubenförmig gedrehten Drähten, die um einen Kerndraht geschlagen sind.

M

Mindestbruchkraft

Ist das Produkt aus rechnerischer Bruchkraft und Verseilfaktor. Sie ist der kleinste zulässige Wert der wirklichen Bruchkraft.

N

Nennfestigkeit

Ist die Zugfestigkeit des Einzeldrahtes ausgedrückt in N/mm². Sie ist eine Rechengröße für die Bruchkraftbestimmung eines Seils.

Nennfestigkeit des Drahtes

Anforderungsniveau für die Zugfestigkeit eines Drahtes einschließlich des zugehörigen Festigkeitsbereiches. Sie wird durch den Wert der Untergrenze der Zugfestigkeit bezeichnet und wird bei der Festlegung eines Drahtes und der Bestimmung der rechnerischen Mindestbruchkraft oder der rechnerischen Bruchkraft eines Seils verwendet und in N/mm2 ausgedrückt (EN12385-2:2008-06).

Normale Spannkraft (standard hand force / STF)

Verbleibende Kraft in einer Zurrung, nachdem der Griff des Spannelementes losgelassen wurde (EN12195-4:2003).

P

Pressklemme

Wird zur Herstellung von nicht lösbaren Drahtseilendverbindungen benötigt. Meist ein Flachovalrohr aus einer Aluminium-Knetlegierung gemäß EN 13411-3. Aber auch aus unlegiertem Kohlenstoffstahl zur Herstellung eines Flämischen Auge.

R

RFID-Technik

Bezeichnet eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten mit Radiowellen.

Rissprüfung

Bezeichnet verschiedene Verfahren, mit denen Risse an sicherheitsrelevanten Bauteilen erkennbar gemacht werden. Ein Beispiel ist das Fluxen (elektromagnetische Rissprüfung) zur Prüfung von Anschlagketten.

S

Scharfe Kante

Liegt dann vor, wenn der Kantenradius der Anschlagkante, an dem ein Anschlagmittel anliegt, kleiner ist als die Materialstärke des Anschlagmittels. Bei einer scharfen Kante muss ein zusätzlicher, geeigneter Kantenschutz verwendet werden.

Schlagart

Darunter versteht man die Schlagrichtung des Seils. Man unterscheidet Kreuzschlag und Gleichschlag. Bei einem Kreuzschlagseil ist die Drehrichtung des Einzeldrahtes innerhalb einer Litze entgegengesetzt zur Drehrichtung der Litze innerhalb des Drahtseilverbands. Bei einem Gleichschlagseil ist die Drehrichtung des Einzeldrahtes sowie die Drehrichtung der Litze innerhalb des Seilverbandes gleich.

Schlagrichtung

Darunter versteht man die Steigung (Drehrichtung) der Helix von Außenlitzen. Diese können entweder rechtsgängig, Kurzzeichen Z, oder linksgängig, Kurzzeichen S, sein.

Seileinlage

Je nach Seilkonstruktion werden für die Seileinlage verschiedene Materialien mit variierendem Aufbau verwenden, z.B. Fasereinlage, Stahleinlage, Stahlseileinlage, kunststoffummantelte Stahleinlage.

Seilklasse

Eine Gruppe von Seilen mit ähnlichen mechanischen und physikalischen Eigenschaften (EN12385-2:2008-06).

Seilkonstruktion

Bauart und Anordnung der verschiedenen Elemente des Seils (EN12385-2:2008-06).

Seilrille

Seiltrommeln sind zur Führung des Seils mit Rillen ausgestattet. Die Größe des Seils muss auf die Rillengröße abgestimmt sein. Es besteht sonst die Gefahr der Beschädigung des Seils.

Spleiß

Eine bruchfeste, dauerhafte, nicht lösbare Verbindung von Tauwerk und Drahtseilen durch Verflechten.

Stahleinlage (WC)

Einlage aus Stahldrähten, die als Drahtlitze (WSC) oder als unabhängig verseiltes Drahtseil (IWRC) ausgeführt ist (EN12385-2:2008-06).

T

Transponder

Passiver Microchip mit Antenne. Ein Transponder verfügt über einen mindestens einmal beschreibbaren Speicher und enthält seine einzigartige Identifikationsnummer (UID).

V

Verbindungsglied

Geschweißtes Glied am Ende einer Kette, um diese direkt oder mittels eines Übergangsgliedes mit einem Aufhänge- oder einem Anschlagteil zu verbinden oder im Falle einer Kranzkette die beiden Enden zu verbinden  (EN818-4:2008-12).

Verbundverseilung (N)

Litze mit mindestens drei Drahtlagen, bei der die Außenlage in einem gesonderten Arbeitsgang, jedoch in gleicher Richtung wie die anderen Lagen, über die in Parallelschlag hergestellten Innenlagen geschlagen wird (EN12385-2:2008-06).

verdichtete Litze (K)

Litze, die einem Verdichtungsverfahren wie Ziehen, Walzen oder Hämmern unterzogen wurde, wobei der metallische Querschnitt der Drähte unverändert bleibt, während die Form der Drähte und die Maße der Litze sich verändern (EN12385-2:2008-06).

Verdichtung

Dabei werden die Oberflächen von Drahtseilen so bearbeitet, dass die Berührungslinien der Einzeldrähte flächiger werden, so dass die Auflage- und Berührungsfläche vergrößert werden. Verdichtete Seile haben eine wesentlich höhere Bruchkraft als vergleichbare nicht verdichtete Seile.

verpresste Seilschlaufe

Schlaufe am Seilende, die durch eine aufgepresste Pressklemme gesichert wird (EN13411-3:2011-04).

verpresstes Endlosseil

Rundschlinge, bei der die überlappenden Enden mit Pressklemmen verpresst werden, so dass ein Endlos-Anschlagseil entsteht (EN13411-3:2011-04).

Verseilfaktor

Erfahrungswert, der den Verseilverlust, Differenz zwischen ermittelter und wirklicher Bruchkraft, berücksichtigt.

W

Warrington

Parallel geschlagene Litzenkonstruktion mit einer Außenlage aus abwechselnd dicken und dünnen Drähten und der doppelten Anzahl von Drähten wie in der Innenlage (EN12385-2:2008-06).

Werksbescheinigung „2.1"

Bescheinigung, in der der Hersteller bestätigt, dass die gelieferten Erzeugnisse den Anforderungen der Bestellung entsprechen, ohne Angabe von Prüfergebnissen (EN10204:2005-01).

Werkszeugnis „2.2"

Bescheinigung, in welcher der Hersteller bestätigt, dass die gelieferten Erzeugnisse den Anforderungen der Bestellung entsprechen, mit Angabe von Ergebnissen nichtspezifischer Prüfungen (EN10204:2005-01).

Z

Zurrkaft (Lashing capacity / LC)

Maximale Kraft im geraden Zug, für die ein Zurrmittel im Betrieb ausgelegt ist (EN12195-1:2003). Maximale Kraft im geraden Zug, für die ein Zurrmittel im Betrieb ausgelegt ist (EN12195-1:2003).